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Schöner Schwimmen | Umbau und Generalsanierung des Südbad Nürnberg
| 25 Millionen Euro investiert die Stadt Nürnberg, um ihre Hallen- und Freibäder auf Vordermann zu bringen. Aus Schwimmhallen werden moderne Freizeiteinrichtungen für Sportler und Familien. Vorzeigeprojekt ist das zu Beginn der 70iger Jahre erbaute, denkmalgeschützte Nürnberger Südbad. Für rund 14 Millionen Euro wurde es generalsaniert und komplett umgebaut. Entstanden ist das neue „süd.stadt.bad“, ein moderner „Badetempel“, bei dem die klare, durchgeplante Formensprache seines Erbauers aber immer noch sichtbar ist.
|  | „Der Sport steht im Südstadtbad im Mittelpunkt“, sagt Thomas Friedmann, zweiter Werksleiter des städtischen Eigenbetriebs NürnbergBad. „Bei uns kann man das, was in vielen Spaßbädern der Region oft nicht mehr möglich ist: schwimmen“. Auch optisch steht das 25-Meter-Becken mit den zwei Sprungtürmen nach der Generalsanierung im Zentrum des neuen „Badetempels“.
Markante Architektur
Geplant wurde das in den Jahren zwischen 1965 und 1970 gebaute Südbad Nürnberg von dem bekannten Nürnberger Architekten Friedrich Seegy (1908 – 1990). Mit seiner für ihn typischen Bauweise in weinroten Ziegelklinkern bildet es mit der daneben liegenden Gustav-Adolf-Gedächtniskirche und dem benachbarten Postamt eine markante architektonische Einheit. Um diese nicht zu zerstören, durfte das Bad bei der jetzigen Sanierung außen nur geringfügig verändert werden. Allerdings ist innen so gut wie alles neu. Aufgrund der über 35-jährigen Nutzung des Hallenbades wurden sowohl Sanierungsmaßnahmen an der Bausubstanz, als auch der gesamten Gebäudetechnik erforderlich. Insbesondere um eine ausreichende Besucherzahl anzulocken, bedurfte das von Friedrich Seegy ursprünglich als Wettkampfarena konzipierte Bad einer grundsätzlichen Neuorientierung. Durch attraktivitätssteigernde Ergänzungen und Einbauten sollte das Badeangebot des Hallenbades Nürnberg Süd neue Benutzergruppen ansprechen und somit zu einer wirtschaftlich optimalen Auslastung des Bades führen.
Mit der Neukonzeption beauftragt wurde die Fritz Planung GmbH aus Bad Urach, ein speziell im Bäderbau erfahrenes Ingenieurbüro. Seit über 50 Jahren bietet es mit derzeit 80 Mitarbeitern aus den verschiedensten Fachbereichen Lösungen aus einer Hand. Insbesondere auf dem Sektor des Bäderbaus versteht man sich als kompetenter Partner für die Planung sowohl von Hallen- und Freibädern, als auch von Thermalbädern sowie Freizeit- und Wellnesbädern. Vom Wettbewerb über Entwürfe bis hin zur Durchführung des Projektes und der anschließenden Bauabrechnung reichen hier die angebotenen Leistungen.
Mehr für alle
Beim Umbau des Nürnberger Südbades wurde, so Architekt Fawzi Scheib von der Fritz Planung GmbH, der Fokus vor allem auf zwei Themen gelegt: Ausbau zum Sport- und Familienbad mit entsprechendem Badeangebot und Badeattraktionen sowie Berücksichtigung des Wellness- und Gesundheitsbewusstseins durch Schaffung entsprechender Angebote. Fast zwei Jahre lang hatten Baufirmen daher das Sagen an der Allersberger Straße. Die Sanierungsarbeiten reichten von der Sanierung der Gebäudehülle, insbesondere der Erneuerung aller Glasfassaden, über den Abbruch und den Wiederaufbau des Spannbetondaches über der Schwimmhalle bis hin zur Neuinstallation aller haustechnischen Strukturen einschließlich einer zeitgemäßen energetischen Optimierung. Bis zu 200 Handwerker arbeiteten gleichzeitig, tauschten unter anderem zehn Kilometer Rohre aus, schlugen 600 m² Fliesen und Estrich ab und verlegten eine Million Fliesen, vornehmlich in den Farben Blau und Weiß. Dazu kamen 1100 Tonnen überflüssiges Mauerwerk sowie 1200 Tonnen Betonstahl des Tribünen-Bauwerks, die entfernt werden mussten.
|  |  |  |  | „Mehr für alle!“, so lautet der Slogan, der seit der Eröffnung im Jahr 2008 große und kleine Besucher lockt. Neben einem 25 m langen Sportschwimmbecken und einem Nichtschwimmerbecken, können sie sich jetzt im dem mit 1.000 m² größten Wellnessbereich der Stadt Nürnberg entspannen. Vier Saunen, ein Dampfbad, Entspannungsbecken, ein Saunagarten mit Bachlauf, Erlebnisduschen und eine Physiotherapiepraxis finden sich hier. Für den Familienspaß steht ein 400 m² großer Kleinkinderbereich mit neuer Wasserrutsche zur Verfügung. Die Zone rund um die drei 30° warmen Planschbecken unterschiedlicher Tiefe wurde beim Umbau mit lärmdämmenden Glasscheiben vom Sportschwimmerbereich räumlich getrennt. An Stelle der ehemaligen Zuschauertribüne zieht sich über zwei Stockwerke eine Cafeteria, die mit ihren Edelstahlgeländern und ihrem Holzboden an ein Schiffsdeck erinnert.
Durchgehendes Abdichtungs- und Verlegekonzept
Den im Schwimmbadbau generell hohen Anforderungen an Technik und Funktionalität entsprechend, wurden aufwändige Fliesenarbeiten mit zuverlässigen bauchemischen Systemlösungen realisiert sowie komplexe Abdichtungskonzepte umgesetzt. Denn speziell die Abdichtung ist das entscheidende Gewerk innerhalb solch einer Baumaßnahme. Hier gibt es keine Kompromisse. In enger Zusammenarbeit mit der Objektberatung der Sopro Bauchemie GmbH aus Wiesbaden wurde daher in Abstimmung mit dem Verarbeiter, der Fliesen Röhlich GmbH aus Wendelstein, ein durchgehendes Abdichtungs- und Verlegekonzept erarbeitet - von der Untergrundvorbereitung bis hin zur Verfugung des Oberbelags. All diese Arbeiten wurden mit Produkten der Sopro GmbH durchgeführt.
Die beim Bau verwendeten Sopro-Produkte:
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| Bautafel | Bauherr:
| Stadt Nürnberg, Eigenbetrieb NürnbergBad
| Planung:
| Fritz Planung GmbH, 72574 Bad Urach
| Verlegebetrieb:
| Fliesen Röhlich GmbH, 90530 Wendelstein
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