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Neues Museum Berlin
| Ein Palast für Nofretete
| Nofretete bekommt ihren Palast zurück. 70 Jahre nach der Schließung steht jetzt das Neue Museum wieder für die weltberühmte Büste der ägyptischen Königin und Gemahlin des Pharaos Echnaton bereit. Bis zur Wiedereröffnung am 16. Oktober sollen die Sammlungen aus Ägypten und die Schätze aus der Ur- und Frühgeschichte Schritt für Schritt in das Haus auf der Museumsinsel einziehen. Mit dem Neuen Museum hat der britische Architekt David Chipperfield aus einer Kriegsruine einen spektakulären Museumsneubau geschaffen.
|  | Fünf Museen bilden die Museumsinsel in Berlin: das Bode Museum, die Alte Nationalgalerie, das Pergamonmuseum, das Alte Museum und das Neue Museum. Zusammen stellen sie ein einzigartiges Ensemble dar, das in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes Aufnahme gefunden hat. Das Neue Museum wurde in den Jahren 1841 bis 1859 nach Plänen des Architekten Friedrich-August Stüler, einem Schinkel-Schüler, erbaut. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude stark beschädigt. In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgten erste Sicherungs- und Schutzmaßnahmen, jedoch erst die Wiedervereinigung brachte eine wirkliche neue Perspektive. Mit dem Wiederaufbau und der Restaurierung des Neuen Museums wurde der englische Architekt David Chipperfield beauftragt. „Nicht restaurieren, sondern konservieren und nicht wiederherstellen, sondern erhalten“ – nach diesen Prämissen des Denkmalschutzes sollte dabei agiert werden. Es galt also, die historische Bausubstanz der Ruine zu sichern, zu restaurieren und zusammen mit den Ergänzungen zu einem ganzen Haus zu vervollständigen.
Überall dort, wo keine Bausubstanz mehr vorhanden war, wurden neue Elemente integriert. Dafür kam vor allem Architekturbeton in geschliffener wie sandgestrahlter Oberfläche zum Einsatz. So wurden insbesondere die Treppenanlage sowie die Innengestaltung der Räume der beiden Gebäudeflügel mit modernen Fertigteilen aus Betonwerkstein ausgeführt. Großformatige Wand- und Deckentafeln aus Betonwerkstein hoher Oberflächengüte und Präzision bilden hier die Bekleidung. Das Tragwerk der Überdachung des Ägyptischen Hofes, die Apsis des Griechischen Hofes, Bodenbeläge und Unterdecken sind ebenfalls aus Betonwerkstein. |  |  |  |  |  |  | Die Verlegung der großformatigen Betonwerksteinplatten, an deren Produktion ebenfalls höchste Anforderungen etwa bezüglich Scharfkantigkeit und Oberflächenbeschaffenheit gestellt wurden, erfolgte mit Produkten der Sopro Bauchemie. Entscheidend für die Mörtelwahl war es, einen Mörtel zu finden, der die Verlegung der großformatigen und somit schweren Platten erleichtert. D. h. der Mörtel sollte einen Einsatzbereich von 20-30 mm Mörteldicke in seiner Standfestigkeit beherrschen (vereinzelt auch dünnschichtiger) und sich leicht wie ein Dünnbettmörtel verarbeiten lassen. Auf Grund des hohen Plattengewichts durfte der Mörtel nicht nachgeben bzw. die Platten im eingelegten Zustand zum Schwimmen bringen. Die Wahl fiel deshalb nach einem Baustellenversuch auf den Sopro MittelDickbettMörtel, der hervorragende Verlegeeigenschaften zeigte. Dies auch im Bezug auf seine Kleberfestigkeit, um ohne eine weitere Konktaktschlämmenschicht, wie bei Dickbettverlegungen üblich, in einem Arbeitsgang arbeiten zu können.
| Die beim Bau verwendeten Sopro-Produkte
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| Bautafel | Bauherr:
| Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
| Architekt:
| David Chipperfield Architects London/Berlin
| Fertigstellung:
| 2009
| Gesamtkosten:
| ca. 233 Millionen Euro
| Verlegebetrieb/Generalunternehmen:
| ARGE DYWIDAG/Dreßler Bau GmbH
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