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Sopro ProfiAkademie: Schwimmbäder fachgerecht planen und bauen
| informierten und diskutierten in Wiesbaden zum Thema Schwimmbadbau
| Einen „tiefen Einblick in Vielschichtigkeit des Bäderbaus“ erhielten die rund 150 Teilnehmer auf dem Mitte November 2009 von der Sopro Bauchemie veranstalteten Planer- und Sachverständigenseminar zum Thema „Schwimmbadbau“. Das Themenspektrum der eintägigen Veranstaltung, die im Rahmen der Sopro ProfiAkademie in Wiesbaden stattfand, reichte vom Konstruieren und Gestalten mit keramischen Fliesen und DIN-gerechtes Abdichten im Schwimmbadbau bis hin zur richtigen Wasseraufbereitung. Dazu kamen Erfahrungsberichte beim Neubau und der Sanierung von Schwimmbädern, sowohl aus der Sicht von Planern und Sachverständigen, als auch von Betreibern öffentlicher Bäder.
|  | Der Bau von Schwimmbädern zählt mit zu den schwierigsten Bauaufgaben. Von entscheidender Bedeutung ist, dass bereits in der Planung die Weichen für eine optimale Ausführung aller Arbeiten gestellt werden, damit in der späteren Nutzungsphase trotz der hohen Beanspruchungen Mängel vermieden werden. Die Sopro Bauchemie GmbH, die zu den führenden Herstellern bauchemischer Produkte zählt, hatte daher im Rahmen der Sopro ProfiAkademie wiederum eine Reihe namhafter Experten aus dem Bäderbau zu einem eintägigen Fachseminar nach Wiesbaden eingeladen. Das Unternehmen selbst hat mit seinem Objektberatungsteam in den letzten Jahren an einer Vielzahl richtungsweisender Projekte im Bäder- und Thermenbau in ganz Deutschland sowohl „vorplanend als auch baubegleitend“ mitgewirkt, speziell im Gewerk der Abdichtungs- und Fliesenarbeiten - so Dipl.-Ing. Mario Sommer, Leiter der Sopro Architekten- und Objektberatung, bei der Begrüßung der rund 150 Seminarteilnehmer.
Am Beginn der eintägigen Veranstaltung standen zunächst zahlreiche Negativbeispiele, aus denen Dipl.-Ing. (FH) Hans-Achim Grahmann folgerichtig ableitete, „Wie man ein Schwimmbad nicht bauen sollte“. Der Gutachter aus dem thüringischen Meiningen hatte jede Menge Praxisfälle zu bieten, die zeigten wie sich eine falsche Planung oder eine nicht fach- und sachgerechte Bauausführung bzw. eine Kombination von beidem in mitunter gravierenden Schäden niederschlagen können - von losen Teilflächen von Fliesen über hohl klingende Wandflächen bis zu Leckagen reichen. Worin die besonderen „Anforderungen bei der Sanierung und Modernisierung von Schwimmbädern“ bestehen, dies war Inhalt des Referats von Dipl.-Ing. (FH) Thorsten Schütze vom Architekturbüro Schütze + Partner in Hildesheim. Die unterschiedlichen Wasserinhaltsstoffe spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Details der Beckenkonstruktionen. Seine Empfehlung an die Planer lautete, speziell im Falle von Hallenbädern Sonderfachleute wie Bauphysiker hinzu zu ziehen, beispielsweise für eine thermische bzw. eine hygrometrische Bauteilsimulation.
Zu den wichtigsten Gestaltungselementen im Schwimmbadbau zählen nach wie vor keramische Fliesen. Kein Wunder, erfüllen sie doch nahezu alle Kriterien hinsichtlich Dichtigkeit, Funktionalität, Hygiene, Sicherheit, Haltbarkeit und Attraktivität - so Robert Dymke vom Projektmanagement und der Objektberatung der A. Korzilius Interbau GmbH aus Ransbach-Baumbach. Seine Ausführungen zum „Konstruieren und Gestalten mit keramischen Fliesen im Schwimmbadbau“ machten zudem deutlich, dass der Markt mittlerweile Lösungen für alle Konstruktionsdetails bietet. Dazu zählen keramische Konstruktionselemente für Beckenkopfsysteme, Treppen oder Beckenumgänge ebenso wie Spezialformteile.
Einen ganz zentralen Aspekt des Bäderbaus beleuchteten Dipl.-Ing. (FH) Björn Rosenau und Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Kammerer, beides erfahrene Mitarbeiter der Sopro Architekten- und Objektberatung, mit ihren Ausführungen zum Thema „DIN-gerecht abdichten im Schwimmbadbau“. Die Referenten machten zum einen deutlich, warum eine fachgerechte Abdichtung so wichtig ist, zum anderen aber auch, welch zahlreiche Arbeitsschritte und unterschiedliche, aufeinander abgestimmte Materialien - von der richtigen Untergrundvorbereitung über Abdichtung und Verlegung bis zur Verfugung der Beläge, notwendig sind, um vom Rohbau bis zur perfekt bekleideten Oberfläche zu kommen. Besonderes Augenmerk legten auch sie auf die fachgerechte Ausbildung der Details, wie Durchdringungen, Bodenabläufe u.ä.
Von einer ganz anderen Seite betrachtete Dipl.-Ing. Architekt Raymond Belcher von der Bädergesellschaft Düsseldorf die hier diskutierten Themen. Seine „Erfahrungen beim Bau und Betreiben öffentlicher Schwimmbäder aus der Sicht eines Betreibers und zugleich Architekten“ von denen er berichten konnte, reichten von den großen Bädern wie der Düsseldorfer Münstertherme, einem heute über 100 Jahre alten Jugendstilbad, und dem Schwimmbad Bilker Arcaden über verschiedene Lehrschwimmbäder bis hin zum Bau einer Saunalandschaft mit all ihren kleinen, aber feinen Details.
Einen ganz speziellen Aspekt des Betreibens von Schwimmbädern stellte Dr. Bernd Bayerl, Leiter Forschung und Entwicklung bei der Bayerol Deutschland GmbH in Planegg den Zuhörern vor. Ausführlich behandelte er die „Schwimmbadwasseraufbereitung und deren Einfluss auf Beckenmaterialien und mögliche Schäden“. Er zeigte dabei zum einen die unterschiedlichen Möglichkeiten der physikalischen und chemischen Wasseraufbereitung auf und analysierte zum anderen, welche Schäden beispielsweise bei einem zu hohen bzw. niedrigen ph-Wert zu erwarten sind.
Last but not least führte Dipl.-Ing. Mario Sommer, Leiter der Sopro Architekten- und Objektberatung, den Semiarteilnehmer in seinem Schlussvortrag zum Thema „Aktuelle Schäden in Schwimmbädern und deren Ursachen“ noch einmal eindrucksvoll vor Augen, welch gravierende Folgen Fehlplanungen in der Praxis haben. Fehlplanungen, deren Ursachen unter anderem in einer falschen Detailplanung und -ausführung oder einer falschen Materialauswahl und -verarbeitung liegen. Wie die von ihm dokumentierten Beispiele zeigten, kann dies vom Bruch des Beckenkopfes bis zum Ablösen des Oberbelags aus Keramik oder Naturstein reichen. Aber auch die falsche Auswahl der Belagsmaterialien oder eine fehlerhafte Wasseraufbereitung sowie ein falsches Nutzerverhalten, etwa bei der Pflege, können zu Schadensbildern führen.
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