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Shell-Camp, Lagos (Nigeria) |
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Sichere Fliesenverlegung auch bei extremsten klimatischen Anforderungen
Fertigteilmodule für die Erdölindustrie in Lagos ausgerüstet
|  | Im westafrikanischen Nigeria entstehen zur Zeit mehrere Wohn- und Versorgungsanlagen für die Ölförderung im Niger-Delta. Gebaut werden die drei Camps im Fertigteilwerk der Nigeria Divison von Bilfinger Berger in Lagos. Zur Abdichtung der Nasszellen sowie zur Verlegung der Wand- und Bodenfliesen in den vorgefertigten Raumzellen kamen Produkte aus dem Profi-Sortiment der Sopro Bauchemie zum Einsatz.
Nigeria ist mit rund 135 Millionen Einwohner nicht nur das bevölkerungsreichste Land Afrikas, sondern mit einer Fördermenge von über zwei Millionen Barrel pro Tag auch der sechstgrößte Erdölproduzent der Welt. Gefördert wird das „schwarze Gold“, die wichtigste Devisenquelle des westafrikanischen Staates, zum größten Teil im Niger-Delta an der Atlantikküste. Sümpfe und Lagunen mit undurchdringlichen Mangrovenwäldern charakterisieren dieses für den Menschen schwer zugängliche Feuchtgebiet, das mit einer Fläche von über 30.000 km2 fast der Größe Nordrhein-Westfalens entspricht
Komplette Camps in Modulbauweise für das Niger-Delta
An drei im Niger-Delta verteilten Standorten werden zur Zeit neue Wohn- und Versorgungsanlagen - sogenannte „Field Logistic Bases“ - als logistische Basisstationen für die Ölförderung erstellt. Es handelt sich hierbei um jeweils drei 2-stöckige Wohngebäude für 96 Personen und ein zweigeschossiges Gebäude für 39 Personen. Dazu kommen Büro- und Recreationsgebäude, technische Gebäude für Wasserver- und Entsorgung, Stromversorgung und vieles andere mehr. Nicht zu vergessen Heliport und Hovercraft Slipway. Dazu gehört auch die komplette Infrastruktur; denn jedes Camp bildet später eine in sich geschlossene, völlig autark arbeitende Einheit.
Sämtliche Gebäude werden in Modulbauweise errichtet. Hergestellt werden die ca. 4,50 x 4,50 m großen Betonfertigteilzellen in der nigerianischen Hafenstadt Lagos. Dort befindet sich das Fertigteilwerk Euro 65 der Julius Berger Nigeria PLC, der nigerianischen Tochtergesellschaft der Bilfinger Berger AG. Da die drei geplanten Standorte der Camps im Niger-Delta nur per Helikopter oder per Boot zu erreichen sind, erfolgte nicht nur die Vorfertigung und Montage der Betonfertigteile, sondern auch der komplette Innenausbau der Raumzellen in Lagos. Jeder Einzel- oder Doppelraum erhält auch eine Nasszelle mit Dusche, WC, Waschbecken und Warmwasserspeicher. Daher werden im Fertigteilwerk die Wohnzellen nicht nur komplett ausgebaut und vormontiert, sondern auch bereits alle Sanitärelemente und Armaturen installiert, sowie die Abdichtung der Nasszellen und die Verlegung von Wand- und Bodenfliesen vorgenommen.
Nach ihrer Fertigstellung werden die kompletten Raumzellen im Hafen von Lagos auf seegängige Bargen verladen und anschließend per Schleppschiff zu den vorgesehenen Standorten ins unwegsame Niger-Delta transportiert. Dort werden die verschiedenen Gebäudeeinheiten mittels spezieller Verladegeräte auf eigens errichteten Pfahlgründungen montiert.
|  |  | Verlegesysteme für höchste Anforderungen
Bei der Auswahl der geeigneten Verlegematerialien für die Nasszellen und sonstige geflieste Flächen galt es gleich mehrere Aspekte zu berücksichtigen: Zum einen musste das gesamte System, vom Abdichten über das Kleben bis zum Verfugen, den speziellen Anforderungen der Modulbauweise entsprechen. Dies bedeutet u.a., dass die Betonuntergründe bereits in „jungen Alter“ von nur ca. 14 Tagen mit Fliesen belegt werden mussten. Zum andern galt es, die enormen klimatischen und mechanischen Belastungen während des Transports, der Montage sowie der späteren Nutzung zu berücksichtigen. So liegt im Niger-Delta die durchschnittliche Temperatur bei 27° C und die Luftfeuchtigkeit bei über 80%. Daher werden die spritzwasserbelasteten Wandflächen sowie die gesamten Bodenflächen vor der Fliesenverlegung mit einer, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit wasserdampfdurchlässigen, hydraulisch erhärtenden Verbundabdichtung abgedichtet. Damit kann eine mögliche Blasenbildung u.ä. verhindert werden. Wichtig ist auch, zur Verlegung ein zementäres Produkt zu verwenden, da Dispersionsklebstoffe ebenfalls auf Grund dieser hohen Luftfeuchtigkeit hier nicht eingesetzt werden können.
|  |  | Entsprechend dieser Vorgaben wurde, wie von der Sopro Objektberatung in Wiesbaden vorgeschlagen, folgender Systemaufbau gewählt:
- Nach dem Reinigen und leichten Vornässen der abzudichtenden Wand- und Bodenflächen erfolgte in zwei Arbeitsgängen eine wasserdampfdurchlässige Abdichtung mit der Sopro Dichtschlämme Flex 1-K mit 2 mm Schichtdicke. Hierbei handelt es sich um eine einkomponentige, zementäre Dichtschlämme zum Erstellen von wasserundurchlässigen, rissüberbrückenden Beschichtungen. Sie kann als alternative Abdichtung in feuchtigkeitsbeanspruchten Bereichen der FBK I, II und III, also in Duschen, Waschräumen, WC-Anlagen, auf Balkonen und Terrassen eingesetzt werden. Im vorliegenden Fall dient die Abdichtung der Nasszellen sowie der gesamten Bodenfläche auch dazu, den Raum selbst für gröberes Reinigen, wie beispielsweise mit einem Schlauch, absolut sicher zu machen.
- Das Verkleben der Wand- und Bodenfliesen erfolgte mit dem Sopro’s No. 1 Flexkleber. Es handelt sich hierbei um einen zementären Flexkleber, C2 TE nach DIN EN 12004 und S1 nach DIN EN 12002, mit hoher Kunststoffvergütung zum Ansetzen und Verlegen keramischer Fliesen und Platten. Er verfügt über eine Haftfestigkeit > 1,0 N/mm², eine hohe Standfestigkeit durch Faserverstärkung, einen Biegewert > 2,5 mm sowie eine lange, klebeoffene Zeit. Dazu kommen höchste Ergiebigkeit und beste Verarbeitungseigenschaften. Der Kleber verfügt zudem über ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis im Verbund mit der oben beschriebenenSopro Dichtschlämme Flex 1-K.
- Um eine späteren erneuten Aufwand an der Baustelle zu vermeiden, erfolgte auch die Verfugung der Wand- und Bodenflächen direkt in der Produktionsstätte in Lagos. Zum Einsatz kamen hierbei an den Wandflächen dieSopro Saphir 5 PerlFuge und im Bereich der Bodenflächen die Sopro Saphir 15 PerlFuge, jeweils im Farbton grau. Bei der Sopro Saphir PerlFuge handelt es sich einen zementären, flexiblen, wasser- und schmutzabweisenden Fugenmörtel, CG1 nach DIN EN 13888, mit Perleffekt und besonders guten Einfug- und Abwascheigenschaften. Die feine und glatte Fugenoberfläche sowie die hohe Farbbeständigkeit ergeben ein lang anhaltend schönes Fugenbild. Die Saphir PerlFuge eignet sich speziell für Feucht- und Nassräume.
- Die Eck- sowie die Wand-Boden-Übergangsfugen wurden mit Sopro SanitärSilicon verfüllt, einem elastischen, oximfreien Silicondichtstoff zum Abdichten und Füllen von Anschluss- und Bewegungsfugen in Sanitär-, Wohn- und Gebwerbebereichen.
Die beim Bau verwendeteten Sopro-Produkte:
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